|||

Wonder Woman #4 — Opfer des Krieges Review

Wonder Woman küsst Orion von den New Gods und wird vom Erstgeborenen ins Koma geprügelt. Was ist denn hier los? Die Amazon in Liebe und Schwierigkeiten? Es sieht ganz danach aus!

In Band 4 dieser wundervollen Reihe beschützt die Kriegerin weiterhin den Letztgeborenen und trifft im Verlauf der Geschichte auf den Erstgeborenen, der offensichtlich unbesiegbar ist. Unbesiegbar bis zum sagenhaften Showdown, der uns nicht nur Wonder Womans wahre Macht offenbart, sondern den Tod eines Gottes herbeiführt und damit einen neuen Weg für Wonder Woman bereitet. Mit diesem Band, betitelt als Opfer des Krieges, hat sich Autor Brian Azzarello schlichtweg selbst übertroffen. Die Intrigen-versetzte Geschichte erreicht einen neuen Höhepunkt, man erlebt Wendungen am laufenden Band und lernt über die sagenumwobenen Figuren scheinbar nie aus. Ich blätterte wahrlich von einer Überraschung in die nächste und war am Ende nicht nur baff, sondern irgendwie auch wirklich traurig. Nur Brian Azzarello schafft es, dass man als Leser eine eigentlich gehasste Figur nach und nach lieben lernt, nur um dann mit ihrem Ableben aus dem Trauern nicht mehr herauszukommen.

Die getrennten Fäden des letzten Bandes, auf denen einerseits der Erstgeborene und andererseits der Letztgeborene zu finden waren, werden miteinander versponnen. Sie greifen nun (glücklicherweise - nachdem ich im letzten Band etwas entsetzt war) ineinander und ergeben ein großes Ganzes, das dennoch nicht alles offenbart. Brian Azzarello wirft uns kleine Brotkrumen Wissen hin, die aber schneller wieder weggefressen werden, als man lesen kann. Und so ergibt sich aus der einen Auflösung sofort wieder ein Strang, der fasziniert und aufgrund der Neverending-Story tierisch nervt. Aber so ist das nun mal bei guten Serien, nicht wahr? ;)

Habt ihr bis jetzt keinen der Bände gelesen, solltet ihr spätestens hier einsteigen. Ein jeder kennt Wonder Woman ein wenig. Und selbst wenn man nichts von der bisherigen Handlung mitbekommen hat, so sollte man zumindest das Ende durchblättern. Denn wer hätte je gedacht, dass Wonder Woman einen auf Dragonball Z machen kann? Kamehameha und so…

Zusammenfassend verlassen uns zwei lieb gewonnene Charaktere, von denen einer wohl oder übel wieder auftauchen wird. Ich freue mich darauf. Schön auch, dass die Hölle immer noch nicht zugefroren ist und gemeinsames Spiel mit dem Gott der Meere macht. Ich bin gespannt, was sich die zwei sonst noch so ausgedacht haben. Und Wonder Woman hat nun nicht mehr nur die Aufgabe auf ein Kind aufzupassen. Auch hier bin ich aufs Äußerste gespannt, wie es weitergeht. Brian Azzarello, du machst mich fertig.

Zum Abschluss möchte ich noch auf die durchweg gelungenen Zeichnungen hinweisen. Der kantig-geniale Stil zieht sich durch und die Farben sind einmal mehr ein Spektakel für die Augen. Ich liebe diese Einzigartigkeit, die nur die Wonder Woman Comics auszustrahlen wissen. Mehr davon!

Nächste Beiträge Half Past Danger – Damen. Draufgänger. Dinosaurier. Review Wie lange habe ich auf diesen Comicband gewartet..! Vor etwa einem Jahr hatte ich vor, diese damals noch englischsprachige Comicreihe beim Händler Happy! Review „Happy!“ von Grant Morrison ist der Grund dafür, warum Comics überhaupt gemacht werden. Denn in der Geschichte geht es Nick Sax, einen korrupten und
Neueste Beiträge Star Trek: Picard Staffel 1, Episode 1 Review Ein epischer (Release) Tag Unvergessliche Filmszenen Call of Duty: Modern Warfare (2019) Review Micro Movies - die kürzesten Spielfilme der Welt Bye Bye Comics in Papierform Synthwave Hot & New #1 Argh! Ace Combat 7: Skies Unknown Mission 5 (444), du machst mich wahnsinnig! [Ein Frust-Review] Powernerd - Far From Human Album Review Joker Filmkritik Siamese Youth - Electric Dreams Album Review P.S. Ich diskriminiere dich Feuer frei: John Wick: Kapitel 3 vs. Bumblebee Mein aktuelles Lieblingsalbum: Tom Adams - Particles Game of Thrones Staffel 8 Review Star Trek - Unendliche Medien: Serien, Filme, Hörbücher... Standard oder Deluxe? Peppermint: Angel of Vengeance Filmkritik YouTube-Stars - endlich habe ich es verstanden! Game of Thrones Staffel 8: Dunkelheit und Dämlichkeit DARK Staffel 1 & 2 Review Billy Mays Band - Introspection Album Review 15 Minuten durch die Hölle mit Mein Bester & Ich Galaxy 80 - Moonwalk Album Review Stranger Things Staffel 3 Review Wolfenstein: Youngblood - 3 unscharfe Stunden auf der Switch Wolfenstein: Youngblood mit Synthwave Soundtrack Oscillian - Sentient Album Review Spider-Man: Far From Home Filmkritik Redout vs. Fast RMX (Nintendo Switch) Nintendo Direct - 13.02.2019