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X-Men: Apocalypse Filmkritik

Die X-Men stehen ihrem bis dato gefährlichsten Gegner gegenüber: Apocalypse, der erste Mutant. Apocalypse entstammt den X-Men-Comics und ist eine Art Übermutant, der sich durch (in gewisser Weise) Seelenwanderung in die Körper anderer Mutanten hineinversetzt. Durch die Übernahme des Körpers erhält Apocalypse auch die Fähigkeiten dieses jeweiligen Mutanten. Und so wurde er über die Jahrhunderte mächtiger und immer mächtiger, während die Menschheit ihn stets als Gott verehrte oder verachtete.

X-Men: Apocalypse” spielt im Jahre 1983, direkt nach den Ereignissen in X-Men: Zukunft ist Vergangenheit, besser gesagt nach den Ereignissen, die sich im Jahre 1973 darin abspielten. Das noch junge X-Men-Team rund um Charles Xavier erhält immer mehr Nachwuchs, während diverse andere Mutanten nach der Auferstehung von Apocalypse in seinen Reihen ihren Platz einnehmen. Letztendlich kommt es, wie es kommen musste: Einmal mehr versucht ein Mutant die Welt nach seinem Denken zu gestalten. Werden Charles und seine jungen X-Men es schaffen, Apocalypse und seine vier Reiter” aufzuhalten?

Dramatisch

Wenn X-Men: Apocalypse” etwas ist, dann dramatisch. Als Zuschauer wird man regelrecht erdrückt von diversen Schicksalsschlägen, allen voran dem/denen von Erik Lehnsherr (Magneto). Der Film geht an die Substanz, ob nun durch unzählige Nahaufnahmen niedergeschlagener Helden oder die tatsächlich spürbare Ausweglosigkeit der Situation. Schließlich ist Apocalypse kein 08/15-Gegner. Vielmehr wirkt dieser tatsächlich unbezwingbar, sodass man nicht selten daran zweifelt, ob alle (liebgewonnenen) X-Men diesen Film überleben werden.

Zudem ist der Film auch ein Stück weit brutal, zumindest empfand ich es so. Allen voran die ersten Minuten, in denen zahlreiche Charaktere von schweren Gesteinsbrocken erschlagen werden, wirken extrem real und dadurch eben auch brutal. Doch auch im weiteren Verlauf bleiben Kunstblut und Schreie nicht aus.

Gewohnt gut

Ich für meinen Teil kann nicht verstehen, warum sich der Großteil aller Kritiker” über die zahlreichen Mutanten aufregt. Ihr findet, dass diese (zum Teil) zu wenig Screentime erhielten? Ja richtig. Aber wer will schon einen Film mit 5 Stunden Laufzeit sehen? X-Men: Apocalypse” konzentriert sich verständlicherweise auf einige ausgewählte Charaktere. Doch vom Feeling her erging es mir ein wenig wie mit dem ersten (neuen) X-Men-Film, X-Men: Erste Entscheidung: Viele Mutanten, viel Spaß. WENN mich an den neuen Gesichtern wirklich etwas gestört hat, dann die Gesichter. Mit der neuen Jean Grey (Sophie Turner) beispielsweise wurde ich gar nicht warm. Hier hätte ich mir in der Tat eine Jungdarstellerin gewünscht, die Famke Janssen zumindest ein wenig ähnlich sieht. Doch auch mit den anderen neuen Jungdarstellern sieht es nicht viel anders aus. Aber wenn ihr mich fragt: Wirklich vergleichen darf man die neue X-Men-Reihe sowieso nicht (mehr) mit der alten.

Nerdtastisch

X-Men: Apocalypse” ist äußerst unterhaltsam, spannend und dramatisch, aber auch actionreich. Und wenn man dann einmal bei der Action angekommen ist, zeigen die CGI-Genies, was sie auf dem Kasten haben. Die Effekte sind schlichtweg erste Sahne. Allen voran aber ist der Film meiner Meinung nach ein weiterer Leckerbissen für die Comicnerds. Vieles wurde korrekt umgesetzt”, es gab einige äußerst ansprechende Eastereggs und unser aller Lieblingsmutant, Wolverine, durfte in einer brutal-schönen Szene seine Krallen wetzen.

Die Quicksilver-Szene war auch diesmal einer DER Höhepunkte des Films. Vor allem schaffte man es, dem Effekt, der in X-Men: Zukunft ist Vergangenheit” schon für Furore sorgte, einen neuen Anstrich zu verpassen. So macht das hier gezeigte erneut unheimlich viel Spaß. Und ich sage es noch einmal: Evan Peters ist einfach der bessere Quicksilver.

PS: Natürlich kommt, wie bei jedem Marvel-Film, nach dem Abspann noch eine kleine Szene, die uns auf einen der folgenden Marvel-Filme einstimmen möchte. Diese muss man zwar nicht unbedingt gesehen haben, kann man aber.

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