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X-Men: Zukunft ist Vergangenheit Review

Eine Woche vor Kinostart des gleichnamigen Films gibt uns Panini die Chance, einen wahren Klassiker im X-Men-Universum neu zu genießen. X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ erzählt die Geschichte einer nahen Zukunft in der die X-Men durch sog. Sentinels ausgerottet wurden/werden. Kurz vor Ende des Krieges wird Kitty Pride in der Zeit zurückgesendet, landet in ihrem jüngeren Körper und verhilft den X-Men aus dem Jahr 1980 dazu, die Zukunft zu ändern. Zumindest denken sie das…

Zeitreise-Geschichten haben zumeist ein elementares Problem: Sie ergeben keinen Sinn. Nur selten schafften es Geschichten einigermaßen glaubwürdig zu wirken. So ist bis heute unklar, ob man durch einen Zeitsprung die vertraute Gegenwart ändert oder einen parallel verlaufenden Zeitstrang eröffnet. Whatever denkt sich so manch ein Autor, Hauptsache es macht Spaß. Chris Claremont und John Byrne machten sich, als sie 1981 Days of Future Past“ schufen, sicherlich nicht allzu viel Gedanken über den Sinn an der Sache. Doch bewiesen sie ein äußerst gutes Händchen für eine der packendsten X-Men-Geschichten seinerzeit.

Noch ist nicht viel über den Verlauf der Geschichte im Film bekannt, doch eines steht fest: Wolverine wird den Part von Kitty aus dem Comic übernehmen und in der Zeit zurückreisen. Darüber wundern sich allerdings nur die wenigsten. Schließlich ist Wolverine aka Hugh Jackman DER Vorzeige-X-Men aus den Filmen. Ihn vernachlässigen? Das ginge ja mal gar nicht. Doch zurück zum Comicband. Kitty ist das Girlie, das durch Wände gehen kann. In der Zukunft heißt sie Kate und bietet mit wenigen Überlebenden, darunter Peter Rasputin (Colossus) und Wolverine, den Sentinels die Stirn. Der Kampf scheint allerdings aussichtslos, sodass der letzte Ausweg eine Veränderung in der Vergangenheit zu sein scheint. Der Plan ist gefährlich aber auch notwendig. Und während in der Zukunft die Zahl der X-Men immer mehr abnimmt, kämpfen im Jahr 1980 Storm, Angel, Wolverine und natürlich auch ein jüngerer Peter Rasputin gegen die neu verbündete Bruderschaft unter Mystique. Ihr Ziel: Tötet Senator Kelly für eine bessere Zukunft. Doch eben dieses Ereignis wird den Bau der Sentinels heraufbeschwören, die fortan die Weltherrschaft an sich reißen werden.

Mystique spielt im Comic eine etwas größere Rolle und dürfte damit auch im Film nicht zu kurz kommen. Der jüngere Magneto hingegen ist nicht einmal zu sehen und so verwundert es, dass er in den Trailern zum Film doch so oft seine Kräfte wirken lässt. Doch auch wenn Comic und Film oft getrennte Wege gehen mögen, Regisseur Bryan Singer und die Autoren Simon Kinberg, Matthew Vaughn und Jane Goldman orientierten sich sichtlich an der Vorlage, haben einige essentielle Bestandteile übernommen und geschickt mit dem Verlauf der Filme verknüpft. Ich für meinen Teil bin deshalb absolut zuversichtlich.

Der Comicband X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ bietet eine insgesamt zusammenhängende Geschichte, aufgesplittet in mehrere Parts, die stellenweise so wirken, als wären sie schlichtweg zusammengewürfelt geworden. Im Nachhinein allerdings ist ein wundervolles Konzept zu erkennen, das sich in einem perfekt inszenierten Ende entlädt.

Da X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ dem Jahr 1981 entstammt und John Byrne auf die damals angesagten Zeichentrends setzte, hält der Band optisch natürlich nicht mit aktuelle laufenden Serien mit. Andererseits ist diese Art Oldstyle in Zusammenhang mit Zeitreisen und dem 80s-Setting mehr als treffend und nach nur wenigen Seiten nicht mehr wegzudenken. Also keine Sorge, wenn euch das hier Dargebotene auf dem ersten Blick nicht gefällt, auf dem zweiten werdet ihr es sicher mögen.

Fazit

**Nun, da ich X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ gelesen habe, weiß ich ganz genau, wieso man diese Geschichte schon bald auf der Kinoleinwand zu sehen bekommt. Potential ist hier das Stichwort. Chris Claremont und John Byrne wussten ihr eigenes Potential voll auszunutzen und auch Regisseur Bryan Singer scheint dieses für den nächsten Ableger im bisher aufgebauten Filmuniversum voll ausgeschöpft zu haben.

Aber eigentlich hätte auch nur ein Satz gereicht: Zeitreisen sind halt einfach geil.**

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